Deutscher Landbaukultur-Preis 2018

Hauptpreis 2018
Neubau HOFSTELLE STIEGLER

Nach einem Großbrand, der alle historischen Gebäude mit Ausnahme der alten Schmiede vernichtete, wiederaufgebauter Hof mit Schwerpunkt Haselnussanbau und -verarbeitung. Die Neubauten aus Holz und Naturstein schaffen einen unverwechselbaren Charakter, erhalten dabei die markante Schmiede aus Sandstein als Blickfang für den Hof.

Die Jury: Herausragendes Projekt. Es zeigt, dass es möglich ist, mit regionalen Materialien wirtschaftlich funktionale Gebäude zu erstellen, die Bezug auf den Ort nehmen und wirken,als wären sie immer schon da gewesen. Es überzeugt auf jeder Ebene: von der Ausrichtung und Platzierung der Freiräume bis hin zum unterschiedlichen äußeren Erscheinungsbild der Gebäude.

Bauherr: Fritz Stiegler, 90556 Cadolzburg
Architekt: Dürschinger Architekten, 90762 Fürth

Auszeichnung 2018
Umbau KIENZLERHANSENHOF

Der 1591 erbaute Schwarzwald-Hof steht unter Denkmalschutz und wurde umsichtig, sorgfältig und aufwendig restauriert. Das Gebäude steht im Zentrum des landwirtschaftlichen Nebenerwerbs.

Die Jury: Überzeugende Gesamtkonzeption, die eine moderne Nutzung in einem traditionellen Gebäude ermöglicht. Detailgenaue und handwerklich professionelle Restaurierung.

Bauherr: Gössel + Kluge GbR, 70188 Stuttgart
Architekt: gk Gössel + Kluge.Generalplaner GmbH, 70188 Stuttgart


Auszeichnung 2018
Neubelebung AUSTRAGSHAUS

Revitalisierung eines Austragshauses im Holzblockbau mit Granitsockel, das seit 1963 leer stand und nur noch eine Ruine war. Unkonventionelle Rettung des Gebäudes mit Beton und Glaselementen.

Die Jury: Mit viel Feingefühl und stilistischer Souveränität saniert. Beton und Glas ergänzen sich kunstvoll mit Holz und Naturstein. Beleg dafür, dass jedes Haus gerettet werden kann.

Bauherr: Hauspaten Bayerwald KG, 94234 Viechtach
Architekt: Peter Haimerl.Architektur, 81667 München

Auszeichnung 2018
Neubau BIOHOF MAY

Neubau eines ökologischen Sauenstalls in Vollholzbauweise mit Außenauslauf. Teilaussiedlung 500 m südlich vom Ort nach Großbrand.

Die Jury: Nutzung nachwachsender Rohstoffe (Holzbau); vorbildliche landschaftliche Einbindung mit Hecken, begrüntem Dach und Besucherplattform.

Bauherr: Christian und Dietmar May, 97618 Junkershausen
Architekt: Architekturbüro Fenchel, 98617 Meiningen


Auszeichnung 2018
Umbau HEUERHAUS TECKLENBURGER LAND

Ende des 19. Jahrhunderts errichtetes Fachwerkensemble für eine Heuerlingsfamilie bestehend aus Wohnhaus, Scheune und Stall. Heute ausschließliche Wohnnutzung.

Die Jury: Behutsam vorgenommene bauliche Eingriffe, die den ursprünglichen Charakter des Gebäudes erhalten und dennoch eine moderne Wohnnutzung ermöglichen.

Bauherr: Karin und Gerd Ripken, 49525 Lengerich
Architekt: Deeken Architekten, 10119 Berlin

Anerkennung 2018
Umbau ALTER FRUCHTSPEICHER

Umnutzung eines ehemaligen Fruchtspeichers als Mitarbeiter- und Veranstaltungsräume und als zentrales Büro für die regionale Vermarktung.

Die Jury: Ein eigentlich unspektakuläres Gebäude wird mit wenigen überlegten Eingriffen modern akzentuiert und innovativ nutzbar gemacht.

Bauherr: Anette und Konrad Mockenhaupt, Caroline Giese, 57632 Schürdt
Architekt: Max & Jakob Giese, 57627 Gehlert


Anerkennung 2018
Neubau ALTENTEIL SCHULZE RÜCKAMP

Der Neubau des barrierefreien Altenteils erfüllt die Wünsche nach einem zeitgenössischen Haus, das auf der Hofstelle weiterhin die Teilnahme am bäuerlichen Leben ermöglicht.

Die Jury: Klinker und gefaltete Dachlandschaft verknüpfen den Altenteiler mit dem Hofensemble. Das bauliche Wirken mehrerer Generationen auf dem Hof bleibt erkennbar.

Bauherr: Wilhelm Schulze Rückamp, 59320 Enniger
Architekt: hartmann|s architekten BDA, 48291 Telgte